SCHLUSS MIT DIESEN DISKRIMINIERENDEN PARALYMPICS

Edukation / 09/15/2016

DIE PARALYMPICS SIND EINE DISKRIMINIERUNG VON MENSCHEN MIT HANDICAPS

Beginnen wir mit der ganz grundsätzlichen Frage: Warum gibt es überhaupt Paralympics? Deren Existenz allein ist schon diskriminierend. Bei Olympia treten Athleten in verschiedenen Sportarten an, in denen sie zu den Besten gehören. Nicht jeder kann aufgrund der Beschaffenheit der Disziplin beim 100 Meter Sprint mitmachen. Nicht jeder kann aufgrund der Beschaffenheit der Disziplin beim Weitsprung für Menschen mit Amputationen mitmachen. Warum aber gibt es für die einen Olympia und für die anderen den kleinen hässlichen Bruder von Olympia? Weil die Armamputierten anders sind und bei den normalen Menschen nicht mitmachen dürfen. Und genau das ist Diskriminierung.

Menschen mit Handicap sind nicht mehr oder weniger anders als alle übrigen Menschen auch. Sie sind nicht „behindert“. Das würde ja heißen, dass sie grundsätzlich und in jeder Situation behindert sind. Und das stimmt nicht. Sie können bestimmte Dinge nicht so gut wie andere, vielleicht können sie bestimmte Dinge auch gar nicht. Aber genau das trifft auch auf mich zu. Ich habe eine Depression und werde nie mehr meinen erlernten Beruf ausüben können. Muss ich jetzt zu den Paralympics? Es gibt Menschen, die haben Probleme mit Rechtschreibung. Müssen die jetzt zu den Paralympics?

Paralympische Sportarten sind Sportarten wie alle anderen auch. Es gibt Regeln für die Ausübung und die Teilnahme.
Die Paralympics gehören abgeschafft. Olympia muss um die betroffenen Sportarten erweitert werden.

Alle vier Jahre vergrößern die Paralympics die Benachteiligung und Diskriminierung von Menschen mit Handicap. Und die Berichterstattung macht alles noch schlimmer.
ARD und ZDF lassen vor Ort ausschließlich unbekannte Moderatoren präsentieren. Ausnahmsweise sehen wir mal kleinwüchsige Experten und Reporter im Rollstuhl. Es gibt keinen Grund, warum Kleinwüchsigkeit einen negativen Einfluss auf die Ausübung des Berufes als Experten haben sollte. Dass dem trotzdem so ist, ist diskriminierend.
Von fehlenden Medaillenspiegeln in der Tagespresse mal abgesehen.

Ich bin mir bewusst, dass die Art der Medienberichterstattung abhängig ist von der Relevanz des Ereignisses. Herrenfußball ist beliebter als Frauenfußball ist beliebter als Blindenfußball. Aber seit mehr Frauenfußball gezeigt wird, kenne ich Spielerinnen mit Namen. Und bei Olympia schaue ich mir jeden Pups an, weil mir gezeigt wird, wie spannend das ist.

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Die Paralympics verfolgen ein hehres Ziel und sind doch nur ein peinliches Feigenblatt das kaschieren soll, dass bei Organisatoren, Sponsoren und Medien vermeindlich Behinderte einfach nicht so viel Geld einbringen wie vermeindlich Gesunde. Alle vier Jahre manifestieren und vergrößern die Paralympics die Diskriminierung. Und genau das finde ich absolut behindert.

 

(Und da ich in einer lebhaften Diskussion darauf aufmerksam gemacht wurde: Korrekt müsste es heißen: Olympia UND Paralympics abschaffen und endlich eine faire anständige Veranstaltung für alle.)


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