MENSCHENAFFEN / AFFENMENSCHEN

Slider / Socio.Politico / 11/02/2015

blush

Lieschen Müller kommt auf die Welt, macht mit Ach und Krach ihren Hauptschulabschluss, arbeitet an der Supermarktkasse, bekommt Kinder und dann stirbt sie. Barack Obama besucht eine Eliteuni, wird erster schwarzer Präsident von Amerika und wirft Bomben auf Krankenhäuser. Und irgendwo zwischen diesen beiden Stühlen sitze ich. Ich trage Markenklamotten, versuche meinen Zuckerkonsum zu reduzieren und denke über Wagners Tristan nach. Und bin nichts anderes als ein Tier, dem man ein Plastikkrönchen aufsetzt.

Affen sind wir, die ihren Verstand allein dazu benutzen, sich etwas auf sich selber einzubilden.
Mit einem Teleskop kann man die Sterne beobachten, die Umlaufbahnen der Planeten erkunden und den Ursprung der Welt erforschen. Gib einem Affen ein Teleskop, und er wird versuchen damit eine Kokusnuss aufzuschlagen.

So gehen wir mit unserem Fortschritt um, unseren Erfindungen, unserer Kreativität. Wir könnten die ganze Welt retten, niemand müsste hungern, alle könnten glücklich sein. Aber seit der Erfindung des Rads ist nicht mehr viel passiert. Und es gibt auch keinen Grund anzunehmen, dass da noch mal was passieren wird mit uns.

Und da sitze ich dann, mit der Erkenntnis dieser großen Sinnlosigkeit und was fang ich damit an? Vielleicht wie Buddha unter einem Baum sitzen, niemandem schaden und warten, dass es vorbei geht. Oder in meinem Fall Fußball gucken und Candy Crush spielen.







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