DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN

Entertainments / 03/12/2013

EINE KLEINKARIERTE KRITIK

Rost

Spoiler Soiler Spoiler

Eigentlich bin ich ja nicht so picky bei Filmen. Dafür seh ich einfach zu wenig. Und hab auch nicht genug Ahnung. Aber manchmal da frag ich mich doch mal was. Zum Beispiel bei „Der Geschmack von Rost und Knochen“, den ich vor ein paar Tagen im Kino gesehen habe. Ein guter Film? Ja. Aber ein Meisterwerk? Nein. Und warum? Also, jetzt werden Korinten gekackt.

Ali

Ali ist die männliche Hauptfigur des Films, ein wenig schlauer Haudrauftyp. Mit Muskeln zwar, aber durchaus auch mit Wampe. Und der steigt mal so mir nichts dir nichts in illegale no-limits Kämpfe ein und gewinnt auch prompt? Ungeübt, untrainiert? Und schafft es sogar in ein ganz offizielles professionelles Boxteam, so mit einheitlichen Trainingsanzügen? Und bekommt direkt einen großen Kampf? Und gewinnt auch den? Trotz gebrochener Finger?

Stéphanie

Die weibliche Hauptfigur. Ok, aber wieso agiert sie im luftleeren Raum? Wo ist ihr soziales Umfeld, ihre Familie, ihre Freunde, ihre Geschichte? Nicht einmal auf den Fotos mit ihren geliebten Walen sieht sie glücklich aus. Ich werd aus ihr im ganzen Film nicht schlau und habe nicht den Eindruck, dass das Absicht ist.

Armand

Das ist Alis kleiner Sohn. Und der ist drei Stunden lang tot. Und dann lebt er wieder, den Ärzten sei Dank. Nun bin ich kein Arzt und kenn mich mit sowas nicht aus, aber wenn man drei Stunden lang tot ist, braucht es da nur ein paar Stunden im Krankenhaus, um wieder völlig hergestellt zu sein? Geht das?

der Unfall

Ich habe gelernt, dass Wasser und Elektrizität keine dicken Freunde sind. Aber als der Wal bei der Showvorführung die ganzen Aufbauten zertrümmert und alle Kabel und Lampen und der ganze Kram ins Wasser fallen – also ich hätte da irgendwelche Blitze oder elektrischen Entladungen erwartet und tote Tiere.

nochmal Stéphanie

Sie verliert ihre Unterschenkel und ist entsprechend deprimiert, verbringt Tage wortlos und traurig im Krankenhausbett. Und als wir sie dann wieder von vorne sehen, da hat sie keine verheulten Augen. Dabei hätten sie und ihre Augen doch allen Grund gehabt.

Ali und Armand

Großer Wert wurde darauf gelegt zu zeigen, dass beide immer Dreck unter den Nägeln haben. Bewusst eingefangen in diversen Einstellungen und das passt ja auch zu den Charakteren. Aber warum sind die Nägel selbst dann so perfekt manikürt? Klar, ein Fighter hat kurze Nägel und die Tante schneidet sie dem Jungen, aber so fesch sehen die dann ja auch nicht immer aus.

Marion Cotillard

Wieso war sie nicht so wunderschön wie ich dachte dass sie sei? Wegen der fehlenden Unterschenkel? Geschenkt. Aber vielleicht fehlte mir da einfach ein wenig Make Up. Und ein schickes Kleid. Und vielleicht bin ich da einfach irre oberflächlich, aber wenns um Kinoschönheiten geht dann ja, dann bin ich das.

Ergo

Der Film hatte schöne Momente, viele sogar und die Geschichte ist eine rührend romantische Liebesgeschichte. Aber nein, er hat mich, auch wenn er mich noch immer beschäftigt, nicht emotional weggehauen. Vermutlich war ich dafür zu sehr damit beschäftigt Haare zu spalten. Vielleicht ist auch die erste Reihe im Kino kontraproduktiv in Sachen emotionales Wegblasen. Aber trotzdem: Ein bisschen mehr hätte es halt schon sein dürfen.
Ach und: Wie sie der Cotillard die Beine wegretuschiert haben, das war schon toll gemacht. Ist das die selbe Effektschmiede die die Hobbits schrumpfen lässt?
 


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