WARUM INSTAGRAM TOLL IST

Entertainments / 12/10/2011

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Dass Apple Instagram zur iPhone App des Jahres kürt wäre mir ja noch egal – wenn sie damit nicht irgendwie recht hätten. Denn Instagram ist eine sehr gelungene Anwendung und ich mag und benutze sie sehr gern. Warum?

Es geht um Schönheit

Instagram ist eine Anwendung, mit der ich selbst geschossene Fotos durch einen von 16 optischen Filtern jage, dem Bild so einen hübschen Retrolook verpasse und das Ergebnis in der Instagram Community und zudem beispielsweise auf Facebook oder Twitter teile. Das heißt im Grunde: Ich teile schöne Dinge. Und alle anderen tun das auch. Und das ist einfach eine sehr sehr schöne Sache. Facebook, Twitter oder gar Emails können ja alles beinhalten: Schönes, Fieses, Aktuelles, Dramatisches, Wichtiges, Nichtiges. Instagram ist da sehr eng: Es geht um die Schönheit der Bilder, um den Look, sicher auch das Gefühl. Und das Besondere daran, am Bild. Und das wars. Das ist zum einen oberflächlich. Zum anderen aber befreiend. Sich über Instagram austauschen heißt Schönes zu sehen und Schönes zu teilen. Das ist ein gutes Gefühl. Und ich mag gute Gefühle.

Jeder ist ein bisschen Künstler

Die Software hat dabei, fast wie nebenbei, einen schönen Effekt: Sie macht uns zu Fotografen, zu Künstlern, zu kleinen und bescheidenen und dennoch: Wir fotografieren, hübschen es auf und wollen die Welt Teil haben lassen an dem schönen Bild. Und das heißt, dass wir unsere Umwelt genauer wahr nehmen. Ist dies ein Motif für Instagram? Ist es wert zu teilen? Ist es schön genug? Hat es eine Bedeutung? Die Leute teilen zum Beispiel banale Dinge wie Bilder ihres Essens. Warum? Ich denke, weil sie auch durch Instagram merken, wie gut es ist, wie schön, wie lecker, wie besonders der Moment. Das ist doch toll! Eine kleine Anwendung, die mich spielerisch dazu verführt meine Umwelt, meinen Alltag bewusster zu erleben.

Meine Lieblingscommunity

All dies hat einen Einfluss auf die 7 Millionen Mitglieder der Instagram Community. Denn Himmel, ich war und bin in vielen! Mitte der 90er, als ich noch mit Browsern die Mosaic und Netscape hießen surfte war ich in Powwow, viel später dann in Myspace, StudiVZ, Facebook, Twitter und wie sie alle heißen. Aber die angenehmste aller meiner bisherigen Internetcommunities ist Instagram. Man tauscht schönes und interagiert indem man sich gegenseitig lobt für die schönen Bilder. So einfach. So herrlich! Eine (gar nicht so) kleine Community, die sich gegenseitig auf die Schulter klopft und sagt: „Hübsch.“

Klarer Auftrag, super Bedienung

Ein wichtiger Grund, warum Instagram toll ist ist zudem auch das klare Ziel der App (Bilder verschönern und teilen) und die Einfacheit der Bedienung. Es gibt nicht viel zu tun: Foto machen, aufhübschen, Unterzeile und Ort dazu, teilen. Oder aber andere Bilder sehen, liken, kommentieren. Das ist alles. Auch hier: Wie simpel. Wie schön! Was werden die Facebooks dieser Welt doch immer komplizierter, was müht sich Twitter wieder schlicht zu sein. Instagram hat ein Kerngeschäft. Und sonst nichts. Ach ja: Und es ist kostenlos. Und zumindest aktuell werbefrei.

Aber nicht perfekt

Der kleine Haken an der Sache: Frühere Versionen von Instagram ließen es zu, dass man Bilder bearbeitete und sie speicherte, ohne sie öffentlich zu machen. Das fand ich toll. Das geht jetzt nicht mehr. Und das ist schade. Ich würde gerne private Bilder modifizieren und mit Freunden und Familie teilen und nicht mit der Welt. Aber sei es drum. Ich mache das also seitdem mit Snapseed. Aber das ist eine andere Anwendung.







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