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FUNDSTÜCKE

EMPFEHLENSWERTES ZU G.W.BUSH, PUTIN, SOMALIA, DATING


Lesen sie heute wann George W. Bush als Präsident am nervösesten war, was Putin alles tut um als russischer James-Bond-Politiker zu gelten, warum sich somalische Massenmörder zu viel Mühe gegeben haben und wie die Zukunft wenn nicht gar Gegenwart des Datings aussieht.

George W. Pissing His Pants

Die Washington Post berichtet von dem Moment, in dem sich der ehemalige U.S. Präsident George W. Bush fast vor Nervosität in die Hose gemacht hätte. Der pensionierte Texaner erzählte in einer TV Doku, dass es nicht etwa der Moment war als er erfuhr, dass das World Trade Center angegriffen wurde, nicht die Tage, in der die Welt bankrott zu gehen drohte oder als Hurricane Katrina die Südstaaten das Klo runter spülte. Nein, viel banaler, was beim sympathisch dilletantischen Ex-Präsi auch nicht wundert. Es war der Moment, in dem er den traditionellen ersten Wurf in einem Baseballspiel machen musste. Todesmutig dem Untergang der Welt ins Auge geblickt, aber zittrige Knie mit einem kleinen Ball in der Hand. Typisch, möchte man meinen und den alten Georg auslachen. Aber – nein, wozu? Denn ist das nicht allzu menschlich? Präsident sein war ja immerhin sein Job und in jedem Job gibt es Krisen und dann spult man seine Krisenerfahrungen ab, weiß was man tut und auf wen man sich verlassen kann. Auch wenn Bush das nicht so arg erfolgreich getan hat, er war doch sicher immer der Meinung, dass er einen 1a Job macht. Aber live im Fernsehen einen Ball werfen? Alle gucken zu bei einer Disziplin, die man eben nicht(!) kann? Wem würde es da nicht schummrig werden im Bauch? Auch hier, leider auch hier ist der lässig blöde Junior doch auch und schon wieder nur ein Mensch.

Putin, männlichster aller Politiker

Nicht so sicher bin ich mir dagegen bei Vladimir Putin. The Atlantic zeigt eine beeindruckende Serie von meist sogar bekannten Fotos, die den russischen Ex-Präsidenten und aktuellen Ministerpräsidenten in verschiedenen wahnsinnig männlichen und schon fast gar nicht mehr menschlichen Posen präsentiert. Was eine kaltschnäuzige Zurschaustellung von Testosteron! Da ist ein Mann, der seinem ganzen Land zeigt: Fürchtet euch nicht, bei mir seid ihr sicher, denn ich habe die dicksten Eier von Moskau bis Kamtschatka. Panzer, Tiger, Tiefseetauchen, Armdrücken und sogar Klavier spielen, der Mann kann alles und somit mehr als James Bond, Rambo und Flippi Rösler zusammen. Wer die Bilder in Reihe angesehen nicht beeindruckend findet mag auch keine Action Filme. Und hat auch keien Humor. So!

Genozidverschleierung unnötig

Apropos Action. So beißend und bitter und hart wie die Satire im Onion auch ist, so sehr trifft sie doch den tödlichen Ernst der Lage. In einem dunklen Winkel Afrikas werden Abertausende massakriert, aber da es dort weder Öl, noch zahlungskräftige Konsumenten oder fesche Ferienressorts gibt, bleibts unbeachtet wenn nicht gar unbemerkt. Alles eine Frage der Relevanz und auch bei mir nicht an die Top Position der Artikel gesetzt. Ja, ich fasse mir an die eigene Nase.

Dating in Zeiten der Social Networks

Zum Glück harmloser und dennoch lustig diese (hoffentlich) erfundene Konversation zwischen einem Schüler und einer Schülerin. Und ja, auch hier habe ich mich ertappt gefühlt. Ist es nicht auch bei uns oft ein gefährliches Marketing Halbwissen und eine übertrieben unangemessene Angst vor der Öffentlichkeit, die uns zu ganz ähnlich albernen Handlungen bewegt – in Liebesdingen? Und machen Überwachungsmaschinen wie Facebook und frühkindliche Erfolgsdrills es nicht zu einer Realität, dass wir lieber mal nichts tun, als nicht mutig sondern gedankenlos das Richtige zu tun? Für Bobby und Alice hats auf jeden Fall kein Happy End. Die lieben Kleinen wissen einfach schon zu viel. Nicht über sich, aber darüber, wie die Welt tickt. Auch wenn die digitale Welt natürlich nicht tickt, sondern piept. Und zwar nicht ganz richtig.

 

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