HARMLOSER STANDARD MIT HAND UND FOOS

Entertainments / 04/25/2011

FOO FIGHTERS – „WASTING LIGHT“

Um es mal dem Album entsprechend und somit harmlos und nett zu formulieren: Dave Grohl und seine Freunde sind sich nicht zu schade ein Abum raus zu bringen, das vollkomen unspektakulär, sympathisch und belanglos ist. Und warum tun sie das? Weil sie es können und weil sie es wollen.

Die Band zieht auf dem Album alle gängigen Rockalbumtricks, die wir seit Jahrzehnten kennen: schreien (Bridge Burning),  verzerrter Gesang (White Limo), 08-15 Dynamiken (Alandria), leicht bombastische Rockballade (I Should Have Known) und so weiter und so fort. Alles hört sich gut weg, ist sehr rund und gar nicht eckig produziert. Wer aber auf den Moment wartet, da man die Arbeit ruhen lässt, weil es einem kalt den Rücken runter läuft und man einfach und ausschließlich diesen einen Song hören muss, wird mit diesem Abum in der Anlage getrost die ganze Wohnung putzen können. Alles klingt wie ein alter Bekannter aus, ja, aus den 80ern. Seltsamer Weise erinnert das alles oft mehr an eine englische Pre-Britpop-Rockband oder auch Tom Petty als an eine der größten Rockbands unserer Zeit.

… dann lieber Schrott

Um den obligatorischen Nirvanaexkurs noch rasch einzufügen: ein solches Album wäre Nirvanafans stets erspart geblieben. Kurt Cobain war dafür viel zu selbstzerfleischerisch. Dave Grohl aber findet von Jahr zu Jahr mehr zu sich, einem netten lachenden Kerl, der sich nichts scheißt.

Die Foo Fighters wären auch ohne Nirvanahistorie eine große Band geworden. Mit diesem Album wären sie das aber nicht. Dabei ist das Album keine anbiedernde Kommerzplatte, sondern das Ergebnis von Jungs, die in puncto Ruhm und Reichtum alles erreicht haben und jetzt nur noch ein wenig Spaß haben – ohne sich oder anderen dabei weh zu tun.

 

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